Kiefergelenkstherapie (CMD)

Das Tückische bei craniomandibulärer Dysfunktion (CMD) ist, dass die möglichen Symptome bei CMD so mannigfaltig sind. Dabei können einzelne Erkrankungen Auswirkungen auf andere oder gar alle Körperregionen haben, sodass dem Therapeuten oftmals eine exakte Diagnose erschwert wird.

Bei der Entstehung einer craniomandibulären Dysfunktion unterscheidet man zwischen einer absteigenden und einer aufsteigenden Symptomatik.

Ein Beispiel:

  • Bei einem Beckenschiefstand wird die Abweichung an der Wirbelsäule entlang nach oben auf die Halswirbelsäule und von dort aus auf das Kiefergelenk übertragen. Somit liegt die eigentliche Ursache der CMD weit unterhalb des Kiefergelenks. In diesem Fall spricht man von einer aufsteigenden Symptomatik.

  • Im Gegensatz dazu können zu hohe Kronen, Zahnfehlstellungen, verlagerte Weisheitszähne oder ein falscher Biss die Abweichung über das Kiefergelenk auf die Halswirbelsäule, die Wirbelsäule bis in die Beine übertragen und dort zu Symptomen führen. Man spricht dann von einer absteigenden Symptomatik.

 

Wir sind darauf spezialisiert genau diese Dysfunktionsketten zu differenzieren. Handelt es sich um eine absteigende Symptomatik behandeln wir diese gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt oder Kieferorthopäden.

Sollte eine aufsteigende Symptomatik bestehen, so reicht oft die manualtherapeutische oder osteopathische Intervention. Falls diese nicht nachhaltig anhält, könnte eine Einlagenversorgung sinnvoll sein.