Der Mensch als Einheit

Wir sind fest davon überzeugt, dass es wichtig ist, jeden Menschen als Einheit zu sehen, zu untersuchen und zu behandeln. Im Zuge unserer zahlreichen Ausbildungen und jahrelangen Erfahrung als Therapeuten, formten sich zwei Denkmodelle heraus. Das eine nennen wir das Erfahrungsmodell und das andere das Badewannenmodell. Diese Modelle bilden das Fundament all unserer Behandlungen, Empfehlungen und therapeutischen Maßnahmen.

Das Erfahrungsmodell

Jeder Mensch in der Gegenwart ist die Summe seiner Erfahrungen. Wenn man sich beispielsweise verletzt, wird der Körper um dem Schmerz auszuweichen zwangsläufig in eine Schonhaltung gehen. Im besten Falle verschwindet diese Schonhaltung wieder komplett und alles ist wieder wie zuvor.

Es kann jedoch sein, dass ein mehr oder weniger großer Teil dieser Schonhaltung zurückbleibt und in den Körper integriert wird, sodass man diese als normal empfindet. Dies nennen wir dann eine Kompensation. Je mehr Kompensationen sich im Laufe eines Lebens aufgebaut haben, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass diese im Widerspruch zueinander stehen. Dies bezeichnen wir als Dekompensation. Diese würde chronische Schmerzen hervorrufen. Im Laufe eines Lebens durchlebt ein Mensch immer wieder derartige Kompensationen. Unserer Erfahrung nach ziehen etwa 30 % aller Narben Kompensationsmechanismen nach sich. Auch alle Traumata psychischer oder toxischer Art können derartige Schonmechanismen hervorrufen. Je besser die genetische Voraussetzung ist, desto später kommt es zur Dekompensation.